HNO-Chirurgie

Als langjähriger Oberarzt eine bedeutenden HNO Klinik in Deutschland besteht eine überdurchschnittliche Erfahrung auf  operativer Ebene.
Operationen werden in aller Regel in der in unmittelbarer Nähe der Clinica Picasso 57 befindlichen Clinica Juaneda (www.clinicajuaneda.es) ausgeführt.hno.JPG
Es  handelt sich um eine spanische Privatklinik mit auch deutschem Personal im Pflegebereich und bei den Ärzten. Es arbeiten hier deutsche Anaesthesisten und Krankenschwestern. Es werden ausschließlich Doppelzimmer angeboten die aber von dem Patienten allein genutzt werden. Das 2.Bett ist für einen Angehörigen, was besonders bei Müttern mit zu operierendem Kind angenehm ist.
Der Patient kommt erst am frühen Morgen des Operationstages in der Regel um 7.30 Uhr in die Klinik. Bei den meisten Eingriffen kann er nach ein paar Stunden oder spätestens am nächsten Tag nach Hause zurück.

Was ist vor der OP zu beachten?

Der Patient sollte zur OP mindestens 6 Stunden nüchtern sein- das heißt 6 Std. nichts gegessen oder getrunken und auch nicht geraucht! Bis Mitternacht vor der OP sollte man zumindest versuchen reichlich zu trinken um Reserven zu bilden.
Unbedingt sollten  sämtliche Medikamenten Einnahmen ab 14 Tage vor der OP mit dem Arzt abgesprochen werden. Keinesfalls sollte Aspirin genommen werden da dadurch die Blutgerinnung stark beeinträchtigt wird. Gerinnungshemmende Medikamente wie ASS, Plavix, Marcumar etc. sollten in Absprache zwischen Internist und HNO Arzt früh genug abgesetzt oder reduziert werden. Ca. 1 Woche vor dem Eingriff solle ein PRAE OP CHECK beim Hausarzt erfolgen mit Blutabnahme, EKG und eventuell Lungen Röngtenaufnahme.

Außerdem sollte im Rahmen eines Termins bei uns ein fundiertes Aufklärungsgespräch erfolgen in dem alle Fragen von Ihnen in Ruhe und ausführlich besprochen werden.
Darüber erhalten Sie eine schriftliche Dokumentation von der Sie eine Kopie für uns unterschreiben müssen.
Sollten Sie bei stationären Eingriffen an einer Direkten Kostenabrechnung zwischen Ihrer Krankenversicherung und der Clinica Juaneda und/oder uns interessiert sein, so müsste rechtzeitig ( ca. 4 Wochen vorher) ein Kostenübernahmeantrag durch uns bei der Kasse gestellt werden.

HNO-Chirurgie bei Kindern

* Adenotomie (Nasenrachenmandelentfernung, Polypenoperation)
* Tonsillektomie (Gaumenmandeloperation)
* Anlage von Mittelohrdrainagen (Trommelfellschnitt, Paukenröhrchen)
* Entfernung von Halszysten
* Zungenbandplastiken
* Ohrmuschelplastiken zur Korrektur abstehender Ohren

Bei Kindern mit Schluck und Atemstörungen inclusive Schnarchen auf Grund von zu stark vegrößerten Gaumenmanden müssen die Mandeln nicht unbedingt komplett entfernt werden. Zum Erhalt der Immunfunktion der Mandeln kann man auch eine sogenannte Tonsillotomie (Mandel-Verkleinerungs OP) mit dem CO2 Laser unter dem Mikroskop ausführen.

Endoskopische Chirurgie (Nasennebenhöhlen und vordere Schädelbasis)

Bei der Behandlung chronischer Entzündungen der Nasennebenhöhlen bieten wir ein schonendes Operationsverfahren als Teilschritt eines langfristigen Behandlungskonzeptes an. Neben der eigentlichen Operation gehören hierzu flankierende medikamentöse Maßnahmen, eine intensive lokale endoskopische Nachbehandlung des Wundgebietes in der Nase sowie zu Hause durchzuführende Nasenspülungen.

Bei der Operationsmethode nach Prof. Dr. M.E. Wigand werden mit speziellen Winkeloptiken und Instrumenten Engstellen in der Verzweigung des Nasennebenhöhlensystems beseitigt. Durch die Erweiterung wird die Wiederbelüftung und Drainage der vorher verschlossenen Nasennebenhöhle gefördert und der Grundstein zu einer Heilung der entzündeten Schleimhaut gelegt. Operation an den ableitenden Tränenwegen.

HNO-Chirurgie bei Erwachsenen

Folgende operative Eingriffe führen wir außerdem durch:

* Operationen an den Mandeln
* Operation bei Abszessen der Mandelorgane und des äußeren Halses
* Versorgung von Nasenbeinbrüchen und Weichteilverletzungen im Gesichts- und Kopfbereich sowie operative Versorgung von schwerem Nasenbluten
* Operation an der Nasenscheidewand.
* Nasenmuschelverkleinerung (Nasenmuschelplastik, Conchotomie, Turbinoplastik): Die submucöse Nasenmuschelplastik erhält die physiologische Klimafunktion der Nasenschleimhaut. Daneben bieten wir die “unblutige” submucöse Nasenmuschelverkleinerung mit einer Radiofrequenzsonde an. Hierbei kann  auf eine Nasentamponade verzichtet werden.
* Funktionell ästhetische Operationen an der äußeren Nase
* Operation von gutartigen Hauttumoren sowie Lymphknoten im Gesichts- und Halsbereich
* Kehlkopfoperation, Stimmlippenoperation
* Rekonstruktive Chirurgie am Mittelohr (Trommelfellrekonstruktionen, Tympanoplastiken mit Kettenwiederaufbau mittels Titanimplantaten.
* Korrekturen der Ohrmuschel

Operative Eingriffe beim primären Schnarchen (Schnarchoperationen)

Ist ein Schlafapnoe-Syndrom ausgeschlossen, kommen verschiedene konservative und apparative Therapieverfahren, aber auch operative Eingriffe in Frage. Ziel einer solchen Operation ist es, das Schnarchen auf ein erträgliches Maß zu reduzieren. Die gängigsten Verfahren sind flankierende Eingriffe an der inneren und äußeren Nase (Nasenmuschelverkleinerung, Nasenscheidewandoperation, funktionelle Septorhinoplastik), Operationen an den Mandelorganen (Tonsillektomie, Tonsillotomie) die in der Regel mit Eingriffen am Weichgaumenchirurgie kombiniert werden (UPPP, Radiofrequenzchirurgie, Coblation).

coblationCoblation
Skizze zur Coblation

Weichgewebeablation mittels molekularer Auflösung

Im Bestreben, auch bei bewährten Operationen neue Standards zu setzen und schonendere Operationsverfahren dauerhaft erfolgreich anzuwenden, bieten wir seit geraumer Zeit bei Weichgewebeeingriffen das Verfahren der Coblation an.

Nachteile herkömmlicher Verfahren

Konventionelle monopolare elektrochirurgische Verfahren, welche Radiofrequenz verwenden, arbeiten mit Oberflächentemperaturen des zu behandelnden Gewebes von mehreren hundert Grad Celsius und verwenden dabei den elektrischen Widerstand des menschlichen Körpers um es zu durchschneiden oder zu entfernen. Durch diese Entladung hoher Energiemengen kommt es zu einer schnellen Gewebserhitzung mit tiefem thermischem Eindringen in das Zielgewebe. Umliegende Strukturen werden z.T. erheblich in Mitleidenschaft gezogen.

Schonende OP durch die Coblation
Coblation

Das Verfahren der Coblation (Cold Ablation) ist im Gegensatz hierzu ein Verfahren, welches nicht auf Hitzeabstrahlung beruht. Hier fließt der Strom der Radiofrequenzenergie nicht direkt durch das Gewebe, sondern über ein spezielles Medium, meist Salzlösung, wodurch um die Elektrode herum ein ganz eng begrenztes Plasmafeld entsteht. Das Plasmafeld wird aus ionisierten Partikeln gebildet, die ausreichende Energie haben, um organische Molekülverbindungen innerhalb von Gewebe zu durchtrennen. Anstatt Gewebe zu explodieren, verursacht die Coblation eine molekulare Auflösung. Die entstehenden Nebenprodukte der Coblation sind reaktionsträge elementare Moleküle und Gase mit niedrigen Molekulargewicht, die während der Ausspülung des Eingriffsbereiches schnell entfernt werden. Der Strom wird während des Coblationsverfahrens durch eine aktive und integrierte Rückführelektrode geleitet, wodurch die Wirkung des Coblationseffektes örtlich auf das Zielgebiet begrenzt bleibt. Insgesamt ermöglicht die Coblation bei niedrigen Gewebstemperaturen zwischen 40 und maximal 70 Grad Celsius eine kontrollierte Gewebeentfernung bei maximaler Schonung der umliegenden Schichten. Gefäße werden durch den gleichzeitig vorhandenen Koagulationstrom verschlossen. Für die Heilungsphase nach dem Eingriff bedeutet diese besonders gewebeschonende und blutungsarme Technik geringere postoperative Schmerzen, eine schnellere Wundheilung und damit frühere Gesundung der Patienten.

Wir bieten die Coblation an zur

* Tonsillotomie (Teilentfernung der Mandeln bei Schlaf-Apnoe bei Kindern),
* Nasenmuschelplastik und
* Behandlung des weichen Gaumens (minimal-invasive Behandlung des Schnarchens).

Coblation-assistierte Tonsillotomie
(Teilentfernung der Mandeln wegen Schlaf-Apnoe bei Kindern)

In den ersten Lebensjahren sind die Mandeln wichtige Organe der Immunabwehr. Nach Erkennung von durch Nase und Mund eindringenden Krankheitserregern sind die Mandeln mitverantwortlich für immunologische Abwehrprozesse. Durch starke Vergrößerung der Rachenmandel und der Gaumenmandeln kann es aber zu einem mechanischen Hindernis und damit zu einer Verengung der kindlichen Atemwege kommen. Dies führt im Schlaf zu Atemaussetzern (Schlafapnoe) und einer verminderten Sauerstoffzufuhr. Folgen hiervon sind Tagesmüdigkeit, Unkonzentriertheit, Abgeschlagenheit, Leistungsdefizit, Appetitlosigkeit, Gedeihstörungen, Neigung zu Mittelohrentzündungen mit Schwerhörigkeit, Fehlentwicklungen im Kiefer-Zahn-Bereich, Sprachstörungen. Die vergrößerte Rachenmandel wird in der Regel in einem ambulant durchzuführendem Eingriff entfernt. Falls, bedingt durch eine massive Vergößerung der Tonsillen, diese mit entfernt werden müssen, geschah dies bislang während eines einwöchigen stationären Aufenthaltes. Seit etwa zehn Jahren etabliert sich hier nun eine sanfte Operationsmethode, durch die bei nicht entzündeten stark vergrößerten Mandeln ebenfalls im Rahmen eines ambulanten Eingriffes wirkungsvoll geholfen werden kann. Hier werden die Gaumenmandeln unter Belassung eines immunologisch aktiven Restes subtotal entfernt (Tonsillotomie). Die Coblationstonsillotomie erlaubt hier eine zielgenaue, blutungs- und schmerzarme Teilabtragung des überschüssigen Mandelgewebes. Falls erforderlich kann mit dem gleichen Verfahren auch die Rachenmandel entfernt werden. Alterantiv redizieren wir das Mandelvolumen unter dem Mikroslop mit dem CO2 Laser. Auch hier besteht nach der OP meistens Schmerzfreiheit. Die Kinder bleiben 1 Nacht stat. Im Krankenhaus zusammen mit der Muter.

Coblation-assistierte Nasenmuschelplastik

Bei der Behandlung vergrößerter Nasenmuscheln mit der Coblation wird mit speziellen Sonden in der Nasenmuschel in einem dualen Behandlungsverfahren Gewebe gleichzeitig entfernt und rückgebildet. Durch Einführen der Sonde in die Nasenmuschel werden mittels Coblation Kanäle angelegt. Um den Gewebekanal herum führt eine nekrotisierende Läsion zu weiterer Gewebeschrumpfung. Somit wird Gewebe zunächst unmittelbar abgetragen, während der Heilungsphase tritt eine weitere Rückbildung ein. Eine Zerstörung der Schleimhaut an der Oberfläche der Nasenmuscheln wird ebenso wie Blutungen oder Krustenbildung vermieden. Dies bedeutet eine schnellere Rückkehr zu normaler Atmung und eine Verkürzung der Nachbehandlung nach dem Eingriff. Die Coblation assistierte Nasenmuschelverkleinerung kann auch in Lokalanästhesie durchgeführt werden.

Coblation-assistierte Behandlung des weichen Gaumens
Schnarchen

Die Coblations-Tunnelung des Weichgaumens zur minimal invasiven Behandlung bei primärem Schnarchen führt zu durch eine unmittelbare Reduktion des Gaumengewebes und durch eine Gaumenstraffung infolge Vernarbung der submucosalen Läsionenen zur Verminderung des sozial störenden Schnarchens. Der Eingriff kann auch ambulant in Lokalanästhesie erfolgen. Beim primären Schnarchen oder beim milden Schlafapnoe Syndrom kann das überschüssige Gewebe am Weichgaumen und dem Gaumenzäpfchen durch Coblation gezielt sowie schmerz- und risikoarm abgetragen werden. Im Vergleich zur herkömmlichen Uvulopalatopharyngoplastik (UPPP) bedeutet dies eine deutliche schnellere postoperative Heilung.

HNO-Chirurgie in unserer Praxis:
Übersicht HNO-Chirurgie · Coblation · Tonsillotomie